Deutsches Eck

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Das Deutsche Eck bezeichnet die Landzunge am Zusammenfluss von Rhein und Mosel.

Inhaltsverzeichnis

Ursprüngliche Bedeutung

Blick aufs Deutsche Eck von der Festung Ehrenbreitstein aus
Blick aufs Deutsche Eck vom Kaiser Wilhelm Denkmal aus

Erzbischof Theoderich von Wied rief 1216 die Ritter des Deutschen Ordens nach Koblenz und schenkte ihnen einen Teil des Geländes der Kastorkirche mitsamt dem angeschlossenen St.-Nikolaus-Krankenhaus. Sein Schenkungsmotiv war vermutlich die Sicherstellung der örtlichen Krankenpflege. Unmittelbar an der Einmündung der Mosel in den Rhein errichtete der Orden bald danach das Deutschherrenhaus, das zum Sitz der Verwaltung (Ballei) der Ordensprovinz Koblenz wurde, die dem Hochmeister direkt unterstellt war. Nach der Errichtung des Herrenhauses trug der Mündungsbereich zunächst die Bezeichnung Deutscher Ordt, später dann Deutsches Eck.

Das Deutsche Eck als Touristenmagnet und Veranstaltungsort

Das Deutsche Eck war seit Errichtung des (ersten) Denkmals eine Touristenattraktion und ist es bis heute geblieben. Seit 2002 ist es Teil des von der UNESCO ausgezeichneten Weltkulturerbes Oberes Mittelrheintal.

Das dem Denkmal vorgelagerte Gelände eignet sich für Großveranstaltungen und wird dazu auch laufend genutzt. Neben Konzerten und Open-Air Festivals (Die deutsche Krautrock-Szene traf sich hier in den Jahren 1970 bis 1972) fand hier bereits zweimal das Dampfspektakel statt, eine Präsentation von dampfbetriebenen Schienen-, Wasser- und Straßenfahrzeugen. Bei Rhein in Flammen wird das Gelände ebenfalls einbezogen, auch als Aussichtspunkt für die Feuerwerke auf der Festung Ehrenbreitstein wird es gerne genutzt. Das Deutsche Eck ist außerdem Ziel des seit 2005 ausgetragenen jährlichen Mittelrhein-Marathons. Im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wurden hier alle Spiele auf eine Großbildvideowand projeziert, was bis zu 9000 Zuschauer anlockte.

Literatur

Weblinks

Literatur

Artikelquelle

Dieser Artikel basiert auf dem Wikipedia-Artikel Deutsches_Eck vom 15.04.2009, 15:44 Uhr. Eine Liste der Autoren des Ursprungsartikels ist in der Wikipedia zu finden.

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