Feste Kaiser Alexander

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Die Feste Kaiser Alexander war Teil der im 19. Jahrhundert gebauten preußischen Festung Koblenz. Das schon 1814 von Ernst Ludwig Aster projektierte Werk wurde in den Jahren 1817 bis 1822 nach Plänen von Claudius Franz Joseph Le Bauld de Nans erbaut[1] und nach Zar Alexander I. benannt, dem zweiten Verbündeten Preußens gegen Napoleon I. in den Befreiungskriegen. Die Feste, auf der Karthause in Koblenz gelegen, war ca. dreimal größer als die Festung Ehrenbreitstein.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Feste Alexander wie auch die anderen Koblenzer Festungswerke in Ausführung des Artikels 180 des Versailler Vertrags entfestigt werden. Vorgesehen waren weitreichende Arbeiten wie z. B. die Beseitigung aller Kaponnieren, Batterien und Pulvermagazine sowie die Zerstörung diverser Hohlgänge und -räume. Alle Grabenmauern wurden zerstört, die Wälle und Gräben an zwanzig Stellen mit Breschen versehen. Die Entfestigungsarbeiten an der Feste begannen etwa im März/April 1922 und wurden am 22. Dezember des gleichen Jahres von Vertretern der Interalliierten Militär-Kontrollkommission abgenommen, welche die Arbeiten zuvor argwöhnisch beobachtet hatten. Erhalten blieben neben einer ausgedehnten Trümmerlandschaft das Kernwerk in Form zweier in sich geschlossener Reduits sowie das angrenzende sogenannte Löwentor (da es sich bei den dargestellten Tieren um Greifen handelt, ist die Bezeichnung irreführend), der ehemalige Werkeingang der Feste Kaiser Alexander. Das Gelände wurde schon während der Entfestigungsarbeiten von der Stadt Koblenz in Teilen reguliert, da hier ein Wohngebiet entstehen sollte. Allerdings ging die Liegenschaft erst zum 1. Januar 1934 in den Besitz der Stadt über; die Aufsiedlung begann wenig später. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Bautätigkeit zunächst eingestellt.

Nach dem Weltkrieg dienten die Reduits der Feste Kaiser Alexander als Notunterkunft für ausgebombte Familien. Wie auch bei den anderen Festungsteilen entstand hier allerdings eines von vielen Koblenzer Elendsvierteln. Um die katastrophalen Zustände zu beseitigen, wurden die Bauten schließlich 1961/62 geräumt und 1964 zerstört, sodass heute nur noch die Reste der äußeren Mauer des Reduits sowie das Löwentor erhalten sind. Daneben zeichnen sich die Reste der Wälle im Gelände ab. Der Grundriss der Festung ist im Straßenverlauf noch sehr gut erkennen.

Im Zuge der Neufassung des Rheinland-Pfälzischen Denkmalschutzgesetzes 2008 wurde das Löwentor als geschütztes Kulturdenkmal in die Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz aufgenommen.[2]

System Feste Kaiser Alexander

Hauptaufgabe des Systems war die Sicherung des sogenannten Hunnenkopfes und damit die Sicherung der Stadt Koblenz vor direktem Beschuss. Das Fort Großfürst Konstantin war durch einen Hohlgang (Kommunikation) mit der Feste Alexander verbunden. Das System mit seinen veralteten Festungen wurde 1903 aufgegeben; die Anlagen blieben aber vorerst unter militärischer Verwaltung. Die verbliebenen Werke wurden auf der Grundlage des Versailler Vertrages in der Zeit von März bis Dezember 1922 entfestigt. Die Batterie Hübeling und das Fort Konstantin sind heute noch in großen Teilen erhalten. Von der Schanze Großfürst und der Moselbatterie existieren keine Reste mehr.

Das System Alexander bestand neben dem Hauptwerk Feste Alexander aus den Festungsanlagen:

Zum System Alexander wird auch die Stadtbefestigung von Koblenz mit der vorgelagerten Moselweißer Schanze gerechnet:

Einzelnachweise

  1. Vgl. Weber, Die preußischen Festungsanlagen von Koblenz (1815–1834), Seite 182ff.
  2. Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler. Kreisfreie Stadt Koblenz, S. 20. Quelle: http://www.gdke-rlp.de/, abgerufen am 12.01.2009.

Literatur

Weblinks

Artikelquelle

Artikelquelle

Dieser Artikel basiert auf dem Wikipedia-Artikel Feste_Kaiser_Alexander vom 8. Feb. 2009, 11:54 Uhr. Eine Liste der Autoren des Ursprungsartikels ist in der Wikipedia zu finden.

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