Niederberg
Aus Stadtwiki Koblenz
| Koblenz-Niederberg | |
|---|---|
| Koblenz-Niederberg | |
| Basisdaten | |
| Stadtteil seit: | 1937 |
| Fläche: | ? km² |
| Einwohner: | 2.883 (31. Dez. 2007) |
| Bevölkerungsdichte: | ? Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 56077 |
| Vorwahl: | 0261 |
| Kfz-Kennzeichen: | KO
|
Koblenz-Niederberg ist ein Höhenstadtteil von Koblenz, der 1937 eingemeindet wurde. Er liegt rechtsrheinisch oberhalb von Ehrenbreitstein und grenzt an Arenberg und Urbar an.
Inhaltsverzeichnis |
Sehenswürdigkeiten
Herausragendes Touristenziel des Stadtteils ist die Festung Ehrenbreitstein. Im Ortskern von Niederberg steht ferner die katholische Pfarrkirche St. Pankratius. Die Kirche, mit einem teilweise romanischen Turm, wurde 1802 bis 1806 von Baudirektor Seitz erbaut und 1959 von Gottfried Böhm erweitert.
Römisches Kastell
Ende des 1./Anfang des 2. Jahrhunderts nach Christus errichteten die Römer in Niederberg ein römisches Militärlager – Kastell Niederberg –, um den obergermanischen Limes zu verstärken und den Zugang von Süden her zum Koblenz-Neuwieder Becken und den wichtigen Aufstieg vom Rheintal zum Westerwald zu schützen.
Immer wieder fanden sich in Niederberg Spuren der Römer. 1895 wurden Ausgrabungen gemacht, die die beträchtliche Größe des Kastells offenbarten (177 mal 158 Meter). Das Kastell, das um 100 n. Chr. erbaut wurde, war sieben Kilometer vom Limes entfernt. Es diente als Brückenkopf und beherrschte zugleich die Straße, die am Ehrenbreitstein entlang nach Koblenz führte.
Seit den 1960er-Jahren wurde der Großteil des Geländes mit Wohnhäusern überbaut. In den unbebauten Bereichen und zwischen den Häusern liegen jedoch noch ungestörte archäologische Befunde. Diese Flächen sind als Grabungsschutzgebiet der Stadt Koblenz ausgewiesen und Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes „Obergermanisch-Raetischer Limes“.
Seit 2002 finden in Niederberg wieder Ausgrabungen durch die Archäologische Denkmalpflege in Koblenz statt, um den Erhaltungszustand der Befunde und die Möglichkeit ihrer Darstellung für die Öffentlichkeit zu erkunden.
Kaserne
Bis in die 1990er-Jahre war die Niederberger Fritsch-Kaserne ein bedeutender Bundeswehr-Stützpunkt mit Panzereinheiten, einem renommierten Fernmeldebataillon und einem hervorragenden Mannschaftsheim. Teile der Kaserne beherbergen heute eine Einsatzhundertschaft der Bereitschaftspolizei sowie die Außenstelle Koblenz der Direktion Archäologie der Generaldirektion Kulturelles Erbe des Landes Rheinland-Pfalz.
Bundesgartenschau 2011
Die Stadt Koblenz hat den Zuschlag für die Ausrichtung der Bundesgartenschau 2011 erhalten. Das Vorgelände der Festung – hier entsteht ein Landschaftspark – und die Festung selbst werden für die Schau genutzt. Dazu wird das Land Rheinland-Pfalz die Festungsanlagen vollständig sanieren. Eine Rheinseilbahn wird die Besucher von den Rheinanlagen über den Rhein auf das Plateau vor der Festung befördern [1].
Schulen und Kindergärten
Niederberg hat zwei konfessionelle Kindergärten bzw. Kindertagesstätten und eine Grundschule.
Quellen
- ↑ Doppelmayr baut zur Koblenzer Buga eine der größten Seilbahnen Europas über Rhein in: Rhein-Zeitung, 27. November 2008
Weblinks
- Der Limes in Rheinland-Pfalz - Kastell Niederberg
- Deutsche Limeskommission - Obergermanischer Limes - Niederberg
- SWR Ortsporträt Niederberg
Artikelquelle
Artikelquelle
Dieser Artikel basiert auf dem Wikipedia-Artikel Koblenz-Niederberg vom 26. Apr. 2009, 21:35 Uhr. Eine Liste der Autoren des Ursprungsartikels ist in der Wikipedia zu finden.