Rübenach
Aus Stadtwiki Koblenz
| Koblenz-Rübenach | |
|---|---|
| Koblenz-Rübenach | |
| Basisdaten | |
| Stadtteil seit: | 1970 |
| Fläche: | 12,88 km² |
| Einwohner: | 5.095 (31. Dez. 2007) |
| Bevölkerungsdichte: | 396 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 56072 |
| Vorwahl: | 0261 |
| Kfz-Kennzeichen: | KO
|
| Ortsbezirk | |
| Ortsvorsteher: | Andreas Biebricher |
Rübenach ist seit 1970 ein Stadtteil von Koblenz mit ca. 5.000 Einwohnern. Der 775 erstmals erwähnte Ortsteil war einst von Landwirtschaft geprägt. Viele Häuser wurden aus Eifeler Basalt errichtet. Wahrzeichen von Rübenach ist die von Weitem sichtbare kath. Pfarrkirche St. Mauritius.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Siedlungen auf dem Gebiet des heutigen Rübenach lassen sich zurück bis in die Jungsteinzeit nachweisen. Für die Herkunft des Ortsnamen Rübenach gibt es keine wissenschaftlich eindeutige Erklärung. Am wahrscheinlichsten ist, dass es sich um die latinisierte Fassung eines gallischen Eigennamens handelt. Demnach befand sich hier „Rubiniacum“, übersetzt die Siedlung des „Rubinius“. Der Stadtteil von Koblenz wurde erstmals 775 in der „Breviarium Sancti Lulli“ erwähnt, welches das älteste Güterverzeichnis des Klosters Hersfeld war. Damals wurde eine Kapelle, die sich in Rübenach befand, vom Mainzer Erzbischof Lullus Karl dem Großen geschenkt, der die Schenkung an das neu gegründete Kloster Hersfeld weitergab.
Eine verfälschte Urkunde König Arnulf von Kärnten, in der Rübenach im Jahr 888 der Trierer Abtei St. Maximin geschenkt wurde, zog einen jahrelangen Rechtsstreit über Details der Schenkung nach sich. Das Ereignis markierte aber die erste urkundliche Erwähnung von Rübenach. Letztendlich wurde die Schenkung mehrfach erneuert bzw. bestätigt, so z.B. 962 durch Kaiser Otto I. oder 1031 von Papst Leo IX.. Das Vogteirecht über die Kirchengüter übten im 12. Jahrhundert die Grafen von Luxemburg aus. Erst als kaiserliches Lehn, dann ab 1147 als Lehn des Trierer Erzbischofs. Anfang des 14. Jahrhunderts erbte die Familie „von Eltz“ die Vogtei. Das Burghaus dieser Familie wurde erstmals im Jahr 1200 erwähnt.
Seit 1419 gehört Rübenach zum Erzstift und Kurfürstentum Trier. Bis zur französischen Besetzung 1798 und der darauf folgenden Auflösung des Kurstaats sowie der Säkularisation der kirchlichen Besitztümer blieb das Vogteirecht in der Hand der Familie von Eltz. Im Jahr 1220 wurde in Rübenach erstmals eine Kirche gebaut. Sie musste 1866 dem Neubau der Mauritiuskirche weichen. Der Kirchturm des von Johann Claudius von Lassaulx 1846 geplanten und von 1862 bis 1866 von Vincenz Statz vollendeten Gotteshauses prägt bis heute das Bild von Rübenach und ist das Wahrzeichen des Stadtteils. Die Kirche wurde bei einem Luftangriff 1942 schwer beschädigt.
Im Jahr 1841 brach ein schwerer Brand aus. Bei dem drei Tage anhaltenden Feuer wurde fast ganz Rübenach ein Raub der Flammen. Ein Bahnhofsgebäude wurde 1907 eingeweiht, nachdem Rübenach bereits 1904 Anschluss an die Eisenbahnlinie Koblenz-Mayen erhielt. Die Züge verkehrten auf dieser Strecke bis zu ihrer Stilllegung 1983. Rübenach wurde am 7. November 1970 in die Stadt Koblenz eingemeindet. 1975 konnte Rübenach sein 1200-jähriges Bestehen feiern.
Persönlichkeiten
Folgende Persönlichkeiten wurden in Rübenach geboren:
- 1953: Klaus Dicke, Politikwissenschaftler
- 1953: Peter Hidien, ehemaliger Fußball- Bundesligaspieler
- 1975: Michael Reufsteck, Radiomoderator
Literatur
- „Rübenach eine Heimatgeschichte“ herausgegeben anlässlich der Feiern zu 1200 Jahre Rübenach, 1975
- Energieversorgung Mittelrhein GmbH (Hrsg.)/Gesamtred.: Ingrid Bátori in Verb. mit Dieter Kerber und Hans Josef Schmidt: Geschichte der Stadt Koblenz. Bd. 1: Von den Anfängen bis zum Ende der kurfürstlichen Zeit. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1992, ISBN 3-8062-0876-X; Bd. 2: Von der französischen Stadt bis zur Gegenwart. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3-8062-1036-5
Weblinks
Artikelquelle
Artikelquelle
Dieser Artikel basiert auf dem Wikipedia-Artikel Koblenz-Rübenach vom 23. Apr. 2009, 08:41 Uhr. Eine Liste der Autoren des Ursprungsartikels ist in der Wikipedia zu finden.