Sakralbauten
Aus Stadtwiki Koblenz
Das älteste Kirchengebäude von Koblenz ist die von 817 bis 836 errichtet Basilika St. Kastor in der Koblenzer Altstadt. Diese Kirche, in der deutsche Geschichte gemacht wurde, ist wegen ihres umfassend erhaltenen romanischen Baubestandes und der zum großen Teil überlieferten Ausstattung sehenswert. Weitere bedeutende Kirchengebäude in der Altstadt sind die kath. Liebfrauenkirche und die ev. Florinskirche. Die beiden Kirchen gehen auf das 12. Jahrhundert zurück und beherrschen das Stadtbild von Koblenz. Die kath. Jesuitenkirche eines ehemaligen Jesuitenkollegs aus dem 17. Jahrhundert ist der vierte Kirchenbau im Altstadtbereich.
Mit Aufgabe der Stadtbefestigung und der folgenden Stadterweiterung nach Süden Ende des 19. Jahrhunderts entstanden die kath. Herz-Jesu-Kirche am ehemaligen Löhrtor, die kath. St.-Josef-Kirche in der neuen Südlichen Vorstadt und die Christuskirche, der erste evangelische Kirchenbau in Koblenz, am Friedrich-Ebert-Ring.
Seit dem Mittelalter gibt es eine jüdische Gemeinschaft in Koblenz. Eine Synagoge bestand bis zu ihrer Zerstörung in der Pogromnacht von 1938 im „Bürresheimer Hof“ im Herzen der Altstadt. Seit dem Zweiten Weltkrieg dient die ehemalige Friedhofshalle am jüdischen Friedhof im Rauental der jüdischen Kultusgemeinde als Gebetshaus.
Im Jahre 2004 wurde in Lützel die Tahir-Moschee (Moschee des Reinen), der erste muslimische Sakralbau, errichtet.
Inhaltsverzeichnis |
Kirchen
Alt-katholische Kirchen
- St. Jakobuskapelle
- Einschiffiger gotischer Bau des 14. Jahrhunderts gegenüber der Kastorkirche, ehemalige Friedhofskapelle der nahe gelegenen Deutschherrenballei, zerstört bei einem Luftangriff im Zweiten Weltkrieg, die Kapelle wurde von 1965 bis 1968 wieder aufgebaut und dient der |alt-katholischen Gemeinde als Pfarrkirche.
Evangelische Kirchen
- Ev. Florinskirche
- Romanische Pfeilerbasilika, um 1100 erbaut, mit gotischem Chor (ca. 1350) über römischem Stadtturm. Ehemals Kirche eines bedeutenden Stiftes, von dem sich das romanische Kapitelhaus erhalten hat.
- Ev. Christuskirche
- 1904 vom Berliner Architekten Johannes Vollmer in exponierter stadtebaulicher Lage an der damals neuen Prachtstraße des Kaiser-Wilhelm-Rings (heute Friedrich-Ebert-Ring) erbaute neugotische Kirche, erster evangelischer Kirchenbau in Koblenz.
- Evangelische Kirche Koblenz-Pfaffendorf in Pfaffendorf
- 1902 errichteter neugotischer Bau des heimischen Architekten Erhard Müller nach den evangelischen Architekturleitlinien des so genannten Wiesbadener Programms.
Artikelquelle
Artikelquelle
Dieser Artikel basiert auf dem Wikipedia-Artikel Sakralbauten_in_Koblenz vom 26. Apr. 2009, 21:14 Uhr. Eine Liste der Autoren des Ursprungsartikels ist in der Wikipedia zu finden.
Neuapostolische Kirchen
- Kirchengebäude der Neuapostolischen Kirchengemeinde in Lützel
Römisch-katholische Kirchen
- Basilika St. Kastor
- Das älteste Kirchengebäude von Koblenz ist die von 817 bis 836 errichtet römisch-katholische Basilika St. Kastor. In ihrer heutigen Gestalt wurde sie zwischen 1150 und 1220 gebaut und diente bis 1802 als Kirche eines bedeutenden Stiftes. Auf dem Vorplatz steht der Kastorbrunnen.
- Liebfrauenkirche
- Romanische Pfeilerbasilika, etwa 1180 bis 1205 erbaut, mit gotischem Chor (1430 vollendet); die Hauptpfarrkirche der Stadt bis Ende des 18. Jahrhunderts.
- Jesuitenkirche
- 1613 bis 1617 erbaut, 1944 bei einem Luftangriff zerstört und 1956 wiederaufgebaut.
- Herz-Jesu-Kirche
- Bedeutende neuromanische Pfeilerbasilika des Architekten Ludwig Becker, erbaut 1900 bis 1903.
- St.-Josef-Kirche
- Neugotische Basilika in wichtiger städtebaulicher Lage als Zentrum der südlichen Stadterweiterung des 19. Jahrhunderts, 1894 bis 1898 von dem Düsseldorfer Architekten Josef Kleesattel erbaut.
- Pfarrkirche St. Laurentius in Moselweiß
- Romanische Pfeilerbasilika mit bedeutender spätgotischer Kanzel.
- Pfarrkirche St. Maximin in Horchheim
- Bemerkenswerter neubarocker Bau von 1918 mit Ausmalung der Erbauungszeit und romanischem Westturm.
- Pfarrkirche Heilig Kreuz in Ehrenbreitstein
- Neubau an der Stelle eines kriegszerstörten Barockbaues, 1964 von Martin Ufer konzipiert mit Glasmalereien von Johannes Schreiter.
- Kapuzinerklosterkirche St. Franziskus in Ehrenbreitstein
- Einzige auf Koblenzer Stadtgebiet erhaltene Barockkirche, typische Kapuzinerkirche (17. Jahrhundert) mit Loretokapelle und bemerkenswerter Ausstattung des 18. Jahrhunderts teils von Johannes Seiz.
- Pfarrkirche St. Elisabeth in Rauental
- 1953 bis 1954 nach Plänen von Dominikus und Gottfried Böhm erbaut.
- Pfarrkirche St. Nikolaus in Arenberg
- 1860 errichtete neuromanische Pfeilerbasilika mit Ausstattung aus mineralogischen Steinen, Mittelpunkt religiöser Anlagen mit Darstellungen biblischer Szenen in einem romantischen Landschaftsgarten vom örtlichen Pfarrer Johann Baptist Kraus zwischen 1844 und 1860 entworfen.
- Pfarrkirche St. Mauritius in Rübenach
- Eine der wenigen Kirchen mit gemauertem Kirchturm.
- Pfarrkirche St. Peter und Paul in Neuendorf
- Pfarrkirche St. Franziskus in Goldgrube
- Pfarrkirche St. Pankratius in Niederberg
- Wallfahrtskirche Maria-Hilf in Lützel
- Neugotische Kapelle von 1907 mit Kirchenanbau von 1952/53.
- Pfarrkirche St. Antonius in Lützel
Synagogen
- Synagoge in Rauental
- Gotteshaus der jüdischen Kultusgemeinde von Koblenz und der umliegenden Landkreise
Moscheen
- Tahir-Moschee (Moschee des Reinen) in Lützel
- Erster islamischer Sakralbau in Koblenz der „Ahmadiyya Muslim Jamaat“, erbaut 2004.
Zerstörte Kirchengebäude
- Benediktinerinnenabtei
- Kloster der Benediktinerinnen auf der Rheininsel Oberwerth seit 1142, säkularisiert 1802 und danach abgerissen.
- Dominikanerkloster
- Gotisches Kloster der Dominikaner in der Weißergasse, starke Beschädigungen bei einem Luftangriff im Zweiten Weltkrieg, bis 1958 vollständig abgerissen, nur das Rokokoportal von 1754 blieb erhalten.
- Karmeliterkirche
- Kirchenbau mit Kloster der Karmeliten von 1668 bis 1687 erbaut, säkularisiert 1802, danach diente die Kirche als preußische Garnisonskirche und das Klostergebäude als Gefängnis, bei einem Luftangriff im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Sprengung und Abriss trotz Wiederaufbaufähigkeit Mitte der 1950er Jahre.
- Synagoge am „Bürresheimer Hof“
- In der Pogromnacht vom 9. November/10. November 1938 wurde die Synagoge völlig verwüstet, genau so wie der jüdische Friedhof in Rauental.
- Pfarrkirche St. Antonius, Lützel
- Erbaut 1889/90 in der Straße An der Ringmauer, stark zerstört im Zweiten Weltkrieg, 1954 abgerissen.
Weblinks
- Katholische Pfarrgemeinde St. Kastor
- Katholische Pfarrgemeinde Liebfrauen
- Katholische Pfarrgemeinde Herz-Jesu
- Katholische Pfarrgemeinde St. Josef
- Katholisches Pfarramt Maria-Hilf
- Kloster Arenberg
- Evangelischer Gemeindeverband Koblenz
- Evangelisch in Koblenz
- Evangelische Kirchengemeinde Koblenz-Mitte
- Jüdische Gemeinde Koblenz
- Neuapostolische Kirchengemeinde Koblenz