Schängel

Aus Stadtwiki Koblenz

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Schängel ist eine mundartliche Bezeichnung (Ortsneckname) für die in der Stadt Koblenz geborenen Jungs (heute auch Mädchen). Koblenz wird auch oft als Schängel-Stadt bezeichnet.

Begriff

Der Begriff Schängel stammt aus der 20-jährigen Zugehörigkeit (1794-1814) der Stadt Koblenz zu Frankreich. Gemeint waren damit ursprünglich die von den Franzosen abstammenden Kinder deutscher Mütter. Der gängigste Name war damals Hans oder Johann, was dem französischen Jean entspricht. Die Koblenzer hatten aber Schwierigkeiten, Jean französisch auszusprechen, und in der Mundart der Koblenzer wurde daraus Schang.

Über die Zeit entwickelte sich hieraus schließlich Schängel, eigentlich ein Diminutiv mit der Bedeutung Hänschen. Anfangs galt dies als Schimpfwort, etwa vergleichbar dem deutschen Bankert (Synonym für ein uneheliches Kind). Heute jedoch wird Schängel als Ehrenname verstanden, und jeder in Koblenz Geborene darf für sich in Anspruch nehmen, ein Schängel zu sein. Häufig wird sogar liebevoll eine zweite Verkleinerungsendung zum Schängelche angehängt. Den Koblenzer Schängeln und ihren Streichen wurde am 15. Juni 1941 der Schängelbrunnen als Denkmal gesetzt und eingewiehen. Heute noch ist das Schängellied den meisten Koblenzern bekannt und verleitet immer und überall zum Mitsingen.

Einen sehr ähnlichen Spitznamen haben die Einwohner von Maastricht, die Sjenge genannt werden. Auch dieser Name geht auf den Namen Jean zurück, der bis vor kurzem in Maastricht sehr häufig war.

Siehe auch

Artikelquelle

Dieser Artikel basiert auf dem Wikipedia-Artikel Schängel vom 18. Feb. 2009, 15:40 Uhr. Eine Liste der Autoren des Ursprungsartikels ist in der Wikipedia zu finden.

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